Die frühen Jahre 1981 - 1992

Erste Logo Scribbles des Vereinsgründers Roger Savarè

Lotus en Perigord 1987. Beschleunigungsrennen

1980

 

Von 85 Mitgliedern waren ca. 18 Sevenfahrer und Besitzer. Die Sevenfahrer trafen sich regelmässig ungebunden im Rest. Kreuz in Winikon. Da die Sevenfahrer sich als Mitglieder im SLT nicht wohl fühlten, machten sie sich, unter Führung von Roger Savarè, Gedanken einen eigenen Club zu Gründen

 

1981

Am ersten Dienstag vom Februar (3.2.1981) wurde der Entschluss gefällt den Club ‘LotusSeven Owners Switzerland’ zu gründen. Am 17. Feb. 81 erfolgte das erste Rundschreiben mit beigelegtem Anmeldeformular für das MEMBER-REGISTER. Unser heute noch zeitloses Clubsignet war schon auf dem Rundschreiben. Das Anmneldeformular musste an LSOS Roger Savaré Obernauerstr. 88 in 6012 Obernau mit gleichzeitigem Einbezahlen von Fr. 30.-- auf das Kto. LSOS der Luzerner Kant. Bank in Willisau gesandt werden. Für das erste Clubjahr sellten sich zur Verfügung: Daniela Piget, Lisbeth und Fredy Kumschick sowie Roger Savarè

Statuten und erste Memberliste werden veschickt. Vorbereitung Erstes internationale Treffen in St. Moritz

Erstes Treffen im Rest. Alpenblick auf dem Brunnersberg oberhalb Balsthal musste vom 3. auf den 17. Mai verschoben werden.

Ahnentafel.png

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Der Vorstand

1981 - 2019

 
 

Die Jahre von 1993 bis heute - Highlights und Persönlichkeiten

Die GV 1991 war ebenso eine denkwürdige. Die Vereinsstatuten waren damals noch mit Schreibmaschine verfasst. Der erste Editor des "Swiss Seven Magazins" regte im Vorstand an, diese Statuten zu erneuern, und bekam dafür den offiziellen Auftrag. In seiner Schlitzohrigkeit strich er eigenmächtig das Mitgliedsrecht für Donkervoort Inhaber. An der GV wurde das neue Dokument ohne grosses Nachlesen durchgewunken, was den Präsidenten und den Editor freute, nicht aber die Donky Inhaber. Nach Austrittswellen und hitzigen Diskussionen wurde für das Debakel sinnloserweise der Aktuar Peter Wisner beschuldigt, welcher auf die nächste GV im 1992 seinen Rücktritt bekannt gab, und diese Donkervoorts wieder in den Statuten (bis 2006) aufgenommen wurden.

An der Generalversammlung von 1993 im Restaurant Breitfeld in Meierkappel eröffnete der Präsident Roger Savarè, dass er auf die die GV vom 1994 sein Amt als Präsident zur Verfügung stellt, und dass er aber schon heute seinen Nachfolger wählen lassen wolle. Nach einer Kampfabstimmung zwischen André Bisang und Patrick Vogt entschied sich die GV für André Bisang als Präsidenten.  Erwähnenswert, weil es bis anhin nur zwei Kampfwahlen für ein Vorstandsamt gab, und ansonsten die Kandidaten schon früher eher rar waren.

Lotus Seven Society Switzerland

Im Jahr 1995 beschloss eine Gruppe von Lotus- und Caterham Seven Owner einen zweiten Verein in der Schweiz zu gründen, welcher "Lotus Seven Society Switzerland" hiess. Im LSOS waren seit 1983 auch Mitglieder mit Fahrzeugen der Marke Donkervoort zugelassen, was die Freunde der reinen Lehre massiv störte. Der Donkervoort war nur deshalb ein Mitglied der Autogemeinde, weil Gründungsmitglied Fredy Kumschick die Generalvertretung dieser Fahrzeuge übernommen hatte.

Diese Vereinsgründung gab allerhand Gesprächsstoff, zwei Mitgliedern wurde durch dem damaligen Vorstand der Austritt aus dem LSOS nahegelegt. Es waren dies Sandro Cellucci mit dem Seven S IV sowie Patrick Vogt mit seinem Dolomite Seven. Sandro trat aus dem LSOS aus, Patrick behielt seine Mitgliedschaft.

In den Nullerjahren hörte Kumschick mit den Dönkies auf, weshalb auch der Bestand an Owners in der Schweiz abnahm. Als im Jahr 2006 die Generalversammlung des LSOS beschloss, den Donkervoort aus den Statuten zu streichen, beschied die Generalversammlung der Lotus Seven Society Switzerland, wieder mit dem LSOS zu fusionieren. Der Präsident der Society, Rainer Carspecken, wurde im 2008 in den Vorstand des LSOS, und ab der GV 2011 als Präsident gewählt.

Das internationale St. Moritz Meeting (1981 - 2015), reloaded 2018

Dieses legendäre Treffen stellt in vielerlei Hinsicht einen Markstein der Geschichte dar. Begründet wurde es durch den Luzerner Coiffure Roger Savarè, welchen seinen Lotus Seven Serie IV zu Beginn der Siebzigerjahre bei der Rennbox von Colin Chapman am F-1 Rennen in Monte Carlo bestellte. Damals zu Beginn der Achtzigerjahre hatte er die Vision, 100 Sevens durch St. Moritz fahren zu sehen. Schon nach weniger Jahren steter Wiederholungen klappte das dann auch locker. Zwischen 1985 bis 1995 waren jeweils bis zu 200 Sevens an diesem Meeting, welches in der Regel am ersten Juliwochenende seinen Anfang bei der "Come Together Party" in Schötz nahm, und anlässlich des "Fototermins" am Sonntag bei der St. Moritzer Eisbahn endete.

Dieses Treffen inspirierte auch zur Gründung des LSOS, später die des Lotus 7 Clubs in England, welcher 1983 gegründet wurde. Von 1981 bis weit in die Nullerjahre wurden auf der Fahrt am Samstag nach St. Moritz verschiedene Geschicklichkeitsspiele absolviert, welche an die Fernsehserie "Spiel ohne Grenzen" erinnerten. Im Verlauf der Zeit wurden diese Spiele aber unbeliebt, und es beteiligten sich immer weniger daran. Im Jahr 2010 führte Roger Savarè sein letztes Treffen anlässlich des 30. Jubiläums durch. Anschliessend übernahm während vier Jahre seine Tochter Vanessa Savarè zusammen mit Dany Schilling und seiner Lebensgefährtin das Organisationszepter.

Das Treffen litt aber stark unter dem teuren Schweizerfranken, so dass kaum mehr Leute aus dem Ausland den Weg dorthin suchten. Zudem machten steigende Hotel- und Gastronomiepreise den Anlass zu einem teuren Spass. Der Jubiläumsanlass im Jahr 2015 wurde dann durch den damaligen Vereinspräsidenten Patrick Vogt organisiert, welcher kleine Änderungen im Ablauf durchführte, und deshalb nochmals 81 Sevenfahrer mobilisiert werden konnten. Das bisher letzte "The International" fand im Jahr 2016 statt, aber nicht mehr in St. Moritz, sondern auf der Schatzalp in Davos. Im Jahr 2018 wurde das vorläufig letzte Meeting wieder in St. Moritz mit dem Claim "Roger Savarè Memorial" durchgeführt.

Das Clubmagazin Swiss Seven (1990 - 2015)

Irgendwann Ende der Achtzigerjahre forderte der ehemalige Präsident des Lotus 7 Clubs, David Myrilees, Roger Savarè auf, ein Clubmagazin herauszugeben. Dafür spendete der englische Club 500 Franken. Roger suchte unter den Mitgliedern Leute, welche diesem hehren Wunsch Wirklichkeit werden lassen sollten. Es fanden sich Patrick Vogt für die Redaktion und Oliver Gysin für den Umschlagdruck. Patrick arbeitete in diesen Jahren bei der Kopiermaschinen-Firma A. Messerli AG und Oliver bei einer kleinen Basler Druckerei. Sie waren somit an der Quelle des Drucks, und konnten das Heftli quasi zu "Dumpingpreisen" herstellen. Oliver baute seinen Seven zwar eigenhändig auf, allerdings war es eben kein Caterham, sondern ein Rush. Nach Markenfriktionen trat Oliver aus dem Verein aus. Patrick gelang es zwar, zusammen mit den Werbeeinnahmen mit dem Heft einen bescheidenen Gewinn zu erzeugen, aber administrative Streitigkeiten führten zu seinem Rücktritt im Jahr 1992.

Von da an übernahm die Redaktion offiziell Roger Savarè, wobei im Hintergrund seine Tochter Vanessa für das Gelingen sorgte. Im Jahr 2010 wurde dann Vanessa zur offiziellen Redaktorin gewählt. Im Jahre 2014 eröffnete Vanessa ihren Rücktrittswunsch. Da kein Nachfolger gefunden werden konnte, beschloss die Generalversammlung, das Magazin zusammen mit dem Lotus Seven Club Deutschland 4x jährlich herauszugeben. Das Clubmagazin wird vom Redaktionsteam um Stefan Heth herausgegeben, bei welchem auch der LSOS Chairman mitarbeitet.

Cover Auszug vom Swiss Seven

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verstorbene Persönlichkeiten

 

Roger Savarè

Roger gründete den LSOS aufgrund der Haftungsabgrenzung für das St. Moritz Meeting im Jahr 1981 zusammen mit Fredy Kumschick, seiner späteren Ehefrau Elisabeth, sowie James und Daniele Gerspach. Er präsidierte den Verein bis ins Jahr 1994, und wurde im 1995 zum Ehrenpräsidenten gewählt. Roger kaufte seinen roten Lotus Seven Serie IV anlässlich des F-1 Rennens 1971 in Monte Carlo bei Grossmeister Colin Chapman sowie David Wakefield. Die Auslieferung erfolgte im Februar 1972 in Caterham Hill, der nachmaligen Caterham Manufaktur. Roger verstarb am 16. Dezember 2015 an einer schweren Krankheit.

Dominik Frutiger

Dominik gehörte nicht zu den allerersten Mitgliedern, aber beeinflusste unser Vereinsleben im Hintergrund während vieler Jahre. Er gehörte zu der seltenen Gattung "Gentlemen Driver", traf man ihn doch immer mit anzugähnlicher Bekleidung an. Blazer, Hemd und Anzughose waren sein Markenzeichen. Die Aufzeichnungen während seiner Vorstandszeit von 1991 bis zu seinem Tod 2006 zeugen von akribischer, ja geradezu pedantischer Ordnung. Er besass wie Roger einen Lotus Seven Serie IV, welcher mit Ausnahme von ein paar technischen Schnickschnacks sehr originalbelassen in England einige Preise einheimschte. Ein solches Schnickschnack war ein fest montiertes NATEL C mit Halterung und Telefonhörer, so wie es sich einem Gentleman auch gehörte.

Luca Pedotti

Luca war ein ausgeprägter Lotus Enthusiast. Er besass mehrere sehr gepflegte Lotus Fahrzeuge jeweils in der Originallackierung. Von 1985 bis zu seinem frühen Tod 1989 war er Vizepräsident, und kümmerte sich vor allem dank seiner Sprachgewandtheit um die internationalen Beziehungen. Sein Markenzeichen war der graue Rennoverall, welcher er immer bei Ausflügen trug. Als Swissair Mitarbeiter ermöglichte er uns besondere Führungen in Kloten. Sein Caterham Seven war der einzige in der Schweiz, welcher gemäss Fahrzeugausweis nur offen gefahren werden konnte. Das führte dazu, dass er für weitere Sevenreisen, insbesondere in ferne Perigord, mit seinem Lotus Europa Gold Leaf unterwegs war.

Käthi Sterchi

Käthi Strechi trat im Jahr 1993 als Passivmitglied dem LSOS bei. Vier Jahre später wurde sie durch den Kauf eines Caterham Seven Aktivmitglied, wobei der 1,4 Liter Seven im Jahr 2001 gegen einen VVC eingetauscht wurde. An der GV des Jahres 2003 wurde sie als Beisitzerin in den LSOS Vorstand gewählt, und im Jahr  darauf als Finanzchefin. Dieses Amt führte sie 6 lang Jahre pflichtbewusst aus. Als sie im Jahr 2009 dann zurück trat, wurde sie von der Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied des LSOS ernannt. Käthi gewann in ihrer aktiven Zeit fast jedes Clubrennen, und trug manchen Pokal mit nach Hause.

Im Jahr ihres Austritts aus dem Vorstand verkaufte sie auch ihren VVC Seven, um diesen gegen einen Elan Baujahr 1966 einzutauschen. Doch bereits im 2015 ging es zu langsam, weshalb ein Elise 20th Anniversary beschafft wurde. Im Januar 2017 wurde bei Käthi Sterchi ein Tumor entdeckt, am 4. Juli 2017 hat sie den Kampf gegen die Krankheit verloren.

© 1981 - 2019 by LOTUS SEVEN OWNERS SWITZERLAND

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