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Indian Summer in Avenne

September 30, 2011

 

Was gehört zu einem Indian Summer? Sonne, etwas Nebel, farbige Bäume und schnelle Strassen. Und Awenne ist ein kleines Kaff in den belgischen Ardennen, eingefriedet zwischen verschlafenen Wäldchen und kurvigen Wegen der Druiden. Doch alles der Reihe nach. Bereits am Mittwochabend konnte ich Rainer, Jeannine und den Tessiner Patrick in der Burgunder Pforte begrüssen, wo wir in einem pittoresken Restaurant das Meeting beim Dinner starteten. Nach einer ruhigen Nacht im Sundgau bei Pinot Noir und Cognac programmierte ich Onkel TomTom auf dem Armaturenbrett in Richtung Verdun auf „countryside“.

 

Der Morgen brachte zwar nur 11° auf die Säule, dafür begrüsste uns die Sonne zwischen dem Bodennebel. Gehässigkeit signalisierte das Navi, wenn wir dort oder da noch schnell einen Vogesenpass in Angriff nahmen. Die Pässe lagen ja nicht unbedingt auf dem Weg, dafür waren sie umso schöner zu erobern. Wohnwagen, Touribusse und Ferienkinder hatten die Route bereits geräumt. So präsentierte uns der Weg zur Weltkriegshölle fast ausnahmslos verkehrsfrei, und erlaubte eine prima Durchschnittsgeschwindigkeit über die unendlich vielen Hügel, Wiesen und durch die Wälder von Vercingetorix. Gegen Abend rollten wir in Verdun ein. Unser Hotel, ausgesucht mit Google Maps, präsentierte sich zweckmässig und mit annehmbarer Küche.

 

Der Anlasser des CSR von Patrick motzte am Freitag morgen, da die Jungs von der Montage die Batterie sträflich bei den Auspuffkrümmern montierten, und deshalb sich das Teil im Hitzestreik befand. Nach dem Frühstück rollten wir über das Schlachtfeld von 1916 und bestaunten die Knochen von 130'000 Gefallenen, welche unordentlich im Beinhaus lagern. Ein Ersatzteil - Eldorado für neue Hüftgelenke. Da es von Verdun bis zum Sammelpunkt ins Belgische Awenne nur zwei Stunden sind, programmierte ich Onkel TomTom auf einen netten Umweg via die Ardennen, welches die Fahrzeit wie gewünscht verdoppelte. Gegen 16:30 Uhr rollten wir über den Wald-, Feld-, und Wiesenweg in das malerische Dörflein ein. Die gastronomisch prämierte Auberge Sabotier sollte unser Zuhause sein.

 

Sogar Sarkozy und die Königin hätten schon in der Küche des Hauses gefuttert. Immerhin 34 Teilnehmer konnten wir begrüssen, so auch unseren Ruedi, welcher den Weg via Germanien unter die Räder genommen hatte. Viele alte Bekannte aus den Meetings im Perigord zeigten ihre alten oder auch neuen Kisten aus dem Lotus Werk. Die beiden Tage im belgischen Südland waren geprägt von Roadbooks und den angesteuerten Sehenswürdigkeiten; ein richtiges Rally - Meeting eben. Die Köche zeigten mittags wie abends ihr Können, was sich nicht unbedingt positiv auf das Leistungsgewicht auswirkte. Am Sonntag nach dem Lunch in einem malerischen Tal war bereits fertig lustig, Onkel TomTom zeigte uns den „straight-way-home-to-mother“, welche wir für einmal auf dem Expressweg mehrspurig unter die Räder nahmen.

 

Ein getarnter Wegelagerer sollte unsere Kreditkarten dann noch mit 45 Euro belasten, weil wir zwischen 10 und 16 Km/h zu schnell unterwegs waren. Nur die Gallier geben Skonto für schnelles Zahlen. Bereits knapp vier Stunden später passierten wir die Grenze nach Helvetien, während uns die Abendsonne zum Abschied ein herbstlich warmgoldenes Licht über die Vogesenhänge spendete.

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